Voraussetzungen und Tipps für den Betrieb und die Pflege einer Wasserwand

Um eine durchschnittliche Wasserwand oder einen Wandbrunnen zu betreiben, benötigt man als Grundvoraussetzung eigentlich nur eine normale Steckdose. Folgende Punkte sollten beachtet werden:

Stromversorgung:
Bei Wasserwänden bis ca. 10m² Flutfläche ist immer ein 220V-Stromanschluß ausreichend. Dieser sollte ordnungsgemäß geerdet sein. Im öffentlichen Bereich muss er mit einem seperaten 0,03 Ampere FI-Schutzschalter versehen sein.

Leistungsaufnahme:
Je nach Brunnengröße beträgt die Leistungsaufnahme der Umwälzpumpen ca. 40-150Watt.

Befestigung:
Steht eine Wasserwand frei im Raum, gibt es 4 Möglichkeiten für den Kippschutz:

  1. ein vergrößertes Becken, welches durch eine große Stellfläche und das hohe Eigengewicht ein Kippen vermeidet
  2. Befestigung im Boden
  3. Befestigung an der Seite
  4. Befestigung an der Decke

Ist die Wasserwand als Wandbrunnen gedacht, wird in der Regel eine Befestigung an der Rückwand getätigt.

Wasseranschluss:
Ein Wasseranschluss am Brunnen ist nicht notwendig, aber sehr praktisch. Da man aufgrund der Verdunstung je nach Brunnengröße oft 10-20 Liter pro Woche nachgießen muss, erspart der Wasseranschluss das manuelle Befüllen per Gießkanne oder Schlauch.

  • Manueller Wasserzulauf: Direkt am Brunnen befindet sich ein Wasserzulauf, den man von Hand öffnet und wieder schließt, sobald das Becken ausreichend gefüllt ist.
  • Automatischer Wasserzulauf: Der Brunnen befüllt sich permanent automatisch. Der Zulauf wird entweder per Schwimmerventil reguliert oder erfolgt in Intervallen mittels zusätzlichem Zeitschaltventil bis zu einem eingestellten Wasserspiegel. In beiden Fällen ist ein Überlaufschutz notwendig. Das heißt, sollte wegen eines Defektes die Wasserzufuhr nicht rechtzeitig stoppen, muss das Wasser an einem Überlauf sicher in den Abfluss fließen können, ohne dass das Becken überfüllt wird.

Wasseraufbereitung:

  • Frischwasser: Das Wasser für die Erstbefüllung und für das regelmäßige Nachfüllen können Sie aus der Hausleitung oder aus der Regentonne nehmen.
  • Kalk: Bei kalkhaltigem Wasser kann es im Laufe der Zeit zu Kalkablagerungen kommen. Diese sind zwar im laufenden Betrieb kaum sichtbar, können aber trotzdem stören und wirken sich bei hoher Verkalkung ungünstig auf die Lebensdauer und die Laufruhe der Pumpe aus. Die Ablagerungen kann man durch Kalklöser oder Essigzusatz wieder entfernen oder vermeidenindem man nur kalkfreies Wasser benutzt wie z.B. Regenwasser, destilliertes Wasser, Umkehrosmose-Wasser oder enthärtetes Wasser. Man kann aber auch einen speziellen Brunnen-Wasserzusatz verwenden, der das Verhärten des Kalkes verhindert und somit den Reinigungsaufwand verringert.
  • Algen: Erfahrungsgemäß ist Algenbildung nur bei wenigen Brunnen der Fall, wenn diese zudem sehr starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Doch auch an sonnigen Standorten haben wir viele Brunnen im Betrieb, die trotzdem algenfrei bleiben! Sollten Algen auftreten, kann man wieder einen Brunnen-Wasserzusatz verwenden oder einen UVC-Klärer, der per UV-Licht die Vermehrung der Algen verhindert.

Wasserqualität und Pflege:
Um das Wasser frisch und sauber zu halten, gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Häufiger Wasserwechsel, d. h. den Brunnen komplett entleeren und wieder mit frischem Wasser befüllen
  • Seltener Wasserwechsel, dafür aber die Verwendung eines Brunnen-Wasserzusatzes, der Algen- und Keimbildung verhindert oder die Verwendnung eines Schwamm-Schmutzfilters und eines UVC-Klärers, der ebenfalls gegen Algen und Keime wirkt
  • Geringe Standzeiten des Brunnens. Am besten lassen Sie Ihre Wasserwand Tag und Nacht laufen, damit das Wasser immer mit frischem Sauerstoff versorgt wird (=Bach-Effekt) und die Pumpe nicht durch Stop-and-Go verschleißt. Sie können den Brunnen per Zeitschaltuhr auch nur nachts ausschalten.

Einen Kommentar schreiben